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Jahrbuch DWAG 2025/2026

Beständigkeit und Veränderung

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern, Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unseres Gymnasiums,

mit diesem Jahrbuch blicken wir auf ein ereignisreiches, lebendiges und erfolgreiches Schuljahr 2025/2026 am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium zurück. Eine Schule hat etwas Beständiges über die Jahre, eine Schule lebt auch von
Veränderungen. Der Schulleiter Herr Gersdorf hat diese Schule über Jahrzehnte geprägt und ist im Januar 2026 vom Kollegium und der Schülerschaft sehr würdevoll in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.
Seit dem 1.2.26 bin ich als Schulleiter an unser Gymnasium berufen worden. Ich arbeite bereits seit 2010 als stellvertretender Schulleiter an diesem Haus und unterrichte die Fächer Sport und Geographie.

Ich möchte die Alleinstellungsmerkmale unseres Gymnasiums in bewährter Weise fortsetzen und an unseren 3
Säulen „art meets science, meets sport“ weiterarbeiten.

Schule ist weit mehr als Unterricht und Noten. Schule ist ein Ort des Lernens, der Begegnung und des gemeinsamen Wachsens. Dieses Jahrbuch zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig unser Schulleben ist: Projekte, Exkursionen, Wettbewerbe, kulturelle Veranstaltungen, sportliche Erfolge und viele kleine Momente des Miteinanders prägen unseren Alltag und machen unsere Schule zu einer besonderen Gemeinschaft.

Mein besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, die sich mit Engagement, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein eingebracht haben. Ebenso danke ich unseren Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern für ihren täglichen Einsatz. Ohne dieses gemeinsame Wirken wäre vieles nicht möglich. Unsere Schule kann an solchen Projekten wachsen. Gemeinsam mit Sponsoren, dem Förderverein der Schule, den Eltern, unseren Kollegen sowie Schülern haben wir die Finanzierung mit einem Crowdfunding ins Leben gerufen und den Außenbereich als „Klassenzimmer im Grünen“ gestaltet. An diesem lebendigen Lern- und Begegnungsort können wir draußen lernen, staunen und gemeinsam unsere Zeit verbringen.

In einer Zeit stetiger Veränderungen bleibt Bildung eine der wichtigsten Grundlagen für die Zukunft. Unser Ziel
ist es, junge Menschen nicht nur fachlich zu stärken, sondern sie auch auf ihrem persönlichen Weg zu begleiten – mit Offenheit, Respekt voreinander und gegenseitiger Unterstützung.

Das Jahrbuch bewahrt Erinnerungen an gemeinsame Erfahrungen und besondere Augenblicke in gewohnter hochwertiger Qualität. Dafür danke ich dem Förderverein, insbesondere der Vorsitzenden Frau Haubensak, sehr herzlich. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Freude beim Entdecken, Erinnern und Wiedererkennen.

Herzlichst
Ihr Schulleiter Tobias Reuther

In Zeiten von stetigem Wandel

„Vergesst nie, wo ihr herkommt und bleibt offen für Veränderung“ Florian Ranft (ehemaliger Andréaner)

In Zeiten von stetigem Wandel, politischem und sozialem Aufruhr und täglichen Unwägbarkeiten sind Sicherheit und Geborgenheit von unschätzbarem Wert. Eine Schule sollte nicht nur ein Ort des Lernens sein, sondern eine Umgebung schaffen, die Halt gibt, Hoffnung schenkt, Gemeinschaft stärkt und dabei Einzelschicksale im Blick behält. Dass dieser Anspruch eine Gratwanderung ist, kann ich nach 36 Lehrerinnenjahren bestätigen; dass am Andrégymnasium viele an einem Strang ziehen, um dieses Ziel zu erreichen, zeigt das vorliegende Jahrbuch.

Freundschaften im Klassenverband werden gestärkt durch gemeinsame Erlebnisse von Anfang an, sei es durch den Besuch einer digitalen Hutzenstube der Klasse 5.2; die erstmalig seit Corona wieder mögliche Reise der 8er nach London oder die Exkursion des LK Deutsch11 zum Schriftsteller Christoph Hein in Havelberg – Erinnerungen, die definitiv länger haften bleiben als eine Unterrichtsstunde zum Konjunktiv oder Conditional II. Während Traditionen wie das Skilager oder die jährlichen Kunstausstellungen Beständigkeit verkörpern, bringt Fortschritt Chancen: kreativer Fremdsprachenunterricht in Chemnitzer Museen, Tanzperformances des künstlerischen Profils im Ballettsaal des Opernhauses, die künstlerische Ausgestaltung des Garagencampus‘, beides im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2025. Bei letzterem Projekt durfte ich persönlich erleben, wie innerhalb einer Woche individuelle künstlerische Vorstellungen und Ideen von 30 Schülerinnen und Schülern, 6 Lehrerinnen und Lehrern aus unserem Gymnasium und der Faber-Schule aus Nürnberg unter der Leitung des Chemnitzer Künstlers Marian Kretzschmar zunächst aneinender gerieten und später aufeinander aufbauten, resultierend in einer beeindruckenden Präsentation unterschiedlichster künstlerischer Werke unter dem einenden Titel „Überbrücken“. Perspektiven erweitern, Gemeinschaft leben: die Klasse 10.3 berichtet über die Erfahrung einer gemeinsamen Berlinfahrt mit der Klasse 9 der Sächsischen Blindenschule.

Wir gratulieren herzlich Herrn Preuß zum Stiftungspreis der Ambos-Stiftung: durch seine innovativen Unterrichtsmethoden und die Entwicklung des taktilen Himmelsglobus‘ gelang es ihm, „Sterne- Gucken“ für alle, auch Sehbehinderte, erlebbar zu machen.

Zum Lernen raus aus dem Klassenzimmer: Unser großes Crowdfunding-Projekt für das „Grüne Klassenzimmer“ wächst stetig – ein Symbol, dass Hoffnung nicht nur ein Gefühl ist, sondern zu Taten aufruft. Mit jeder Unterstützung nähern wir uns dem Ziel, eine nachhaltigere Lernumgebung zu schaffen. Eine Gemeinschaft ist nur so stark wie ihre Mitglieder. Das bedeutet, füreinander da zu sein, Hilfe zu geben oder auch anzunehmen. Seit einigen Jahren hat sich unser Kollegium verjüngt, danke für ein Team mit frischen Ideen und neuem Blick auf alltägliche schulische Prozesse. Eure Tatkraft schafft Zuversicht.

Danke an 550 Vereinsmitglieder, die es ermöglichen, Schule so zu gestalten und zu unterstützen, dass sie ein Ort der Geborgenheit und Hoffnung sein kann. Danke an die Schulleiter, die Innovation, Phantasie und einen gewissen Grad an Verrücktheit tagtäglich zulassen und dennoch einen sicheren Hafen bieten. Danke an alle, die zu diesem Jahrbuch beigetragen haben, alle Namen doch noch rechtzeitig unter die Klassenfotos setzten und die, kurzfristig zum Korrekturlesen bereit waren. Danke an die AG Jahrbuch für ihre selbständige, verlässliche Arbeit. Danke an die Firma transparent für Geduld, Kreativität und Verlässlichkeit.

Allen viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre Romy Haubensak

Grußwort des Elternrates

Liebe Leserinnen und Leser!

Auch in diesem Schuljahr möchte ich mich als Elternratsvorsitzende des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums auf diesem Wege beim gesamten Kollegium, bei allen Schülerinnen und Schülern sowie bei allen Familien für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken!

Im Schuljahr 2025/2026 haben folgende Elternvertreter aktiv in der Schulkonferenz mitgewirkt:

  • Andra Ittner, Klasse 8/3 (Elternratsvorsitzende)
  • Alexander Steudten Klasse 9/2 (Stellvertretender Vorsitzender)
  • Antje Hüttenheber, Klasse 7/3
  • Grit Irmscher, Kurs 11/8
  • Kristin Sperling, Klasse 6/5 (Stellvertreterin Schulkonferenz)

Die Grundlage der guten Zusammenarbeit zwischen Elternschaft und Lehrerschaft bildete auch im vergangenen
Schuljahr einmal mehr der enge Austausch mit unserer Schulleitung, die jederzeit ein offenes Ohr für die großen
und kleinen Anliegen der Eltern hatte.

Mit dem Eintritt in den Ruhestand haben wir uns Anfang des Jahres nun von einem Schulleiter verabschiedet, der
unsere Schule über viele Jahre hinweg mitgeprägt hat. Die Aufgaben eines Schulleiters sind im § 41 des Sächsischen Schulgesetzes klar beschrieben: Leitung und Organisation der Schule, Verantwortung für die
Qualität von Bildung und Erziehung sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft.
Doch manche Menschen füllen ein solches Amt nicht nur aus — sie verleihen ihm Persönlichkeit und Haltung.
Herr Gersdorf hat diese Verantwortung stets mit Herz und Verstand getragen. Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen hörte er geduldig zu, nahm Anliegen ernst und suchte nicht nach schnellen Antworten, sondern nach echten Lösungen. Den Kindern und Jugendlichen unserer Schule begegnete er wohlwollend, liebevoll und ohne vorschnelles Urteil. Er sah nicht nur Leistungen oder Noten, sondern jeden  inzelnen Menschen mit seinen individuellen Kompetenzen, Stärken und Möglichkeiten. Er war ein Schulleiter, der  Pädagogik nicht als Verwaltung verstand, sondern als Verantwortung für Menschen. Sein Wirken war geprägt vom  ehrlichen Wunsch, Schule zu einem Ort zu machen, an dem Lernen und persönliche Entwicklung gleichermaßen möglich sind.
Für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Wärme und seine Menschlichkeit danken wir ihm von Herzen und
wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und viele erfüllende Momente. Seine Spuren
werden an unserer Schule noch lange sichtbar bleiben.

Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn. Die Herausforderungen im heutigen Schulsystem sind bekanntermaßen groß: gesellschaftliche Veränderungen, Lehrkräftemangel, Digitalisierung und die Aufgabe, junge Menschen in unsicheren Zeiten zu begleiten. Schule braucht deshalb mehr denn je Menschen, die Verantwortung mit Haltung, Menschlichkeit und pädagogischer Überzeugung verbinden.

Unserem neuen Schulleiter Herrn Reuther wünschen wir für diese anspruchsvolle Aufgabe Kraft, Mut, Zuversicht und ein gutes Gespür für die Menschen, die unsere Schule prägen. Möge er stets Unterstützung in der
Schulgemeinschaft finden und den Weg unserer Schule mit eigenen Ideen, Offenheit und Vertrauen weiterführen.
Denn gute Schule entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen — für Bildung, für Gemeinschaft und vor allem für die jungen Menschen, die ihren Weg noch vor sich haben.

Andra Ittner
Mai 2026
Elternratsvorsitzende

Gemeinsam für euch da

Grußwort des Schülervorstands

Auch in diesem Jahr ist es Tradition, dass der Schülervorstand das Jahrbuch mit einem Grußwort eröffnet – und
diese Tradition halten wir gerne aufrecht.

Gewählt wurde der Vorstand der Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres. Seitdem haben wir versucht,
die Interessen der gesamten Schülerschaft so gut wie möglich zu vertreten – bei der Schulleitung, im Schulalltag und darüber hinaus.
Ein zentrales Ziel unserer Arbeit in diesem Schuljahr war es, die Zusammenarbeit mit der Schulleitung zu verbessern. Wir haben regelmäßige Gespräche gesucht, Anliegen aus der Schülerschaft direkt weitergegeben und
versucht, konstruktiv mitzuwirken. Das hat uns gezeigt: Wenn man offen miteinander redet und beide Seiten ernsthaft zuhören, lässt sich einiges bewegen. Wir sind froh, dass diese Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten vorhanden war und wollen das im nächsten Schuljahr genauso weiterführen.

Darüber hinaus haben wir in diesem Jahr aktiv den Kontakt zu anderen Schulen gesucht. Wir haben uns mit Schülervertretungen aus der Region vernetzt, uns ausgetauscht und voneinander gelernt. Es ist immer wieder
interessant zu sehen, wie andere Schulen mit ähnlichen Themen umgehen – und gleichzeitig merkten wir, dass wir mit unseren Anliegen nicht allein sind. Diese schulübergreifenden Kontakte möchten wir weiter pflegen. Aus dieser Vernetzung ist auch ein konkretes gemeinsames Projekt entstanden: Zusammen mit Schülervertretungen anderer Schulen organisieren wir derzeit eine schulübergreifende Party. Die Planungen laufen, und wir freuen uns sehr  darauf, mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schulen gemeinsam zu feiern.
Weitere Infos folgen in Kürze – also
schon mal vormerken!

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns in diesem Jahr unterstützt haben: bei der Schulleitung für die offenen Gespräche und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, bei den Lehrerinnen und Lehrern für ihr tägliches  Engagement, bei den Klassensprecherinnen und Klassensprechern für die Weitergabe von Anliegen aus den Klassen – und natürlich bei euch allen für euer Vertrauen in unsere Arbeit. Es war ein intensives, aber gutes Schuljahr. Wir hoffen, dass euch dieses Jahrbuch viele schöne Erinnerungen daran zurückbringt.

Wir wünschen euch allen erholsame und schöne Sommerferien! Genießt die freie Zeit, erholt euch gut und kommt fit und ausgeruht ins neue Schuljahr. Wir sehen uns im August!

Amelie Tschierschwitz
(Schülersprecherin) im Namen des
Schülervorstands

Das Klassenzimmer im Grünen wächst

Die ersten Ideen zur Umgestaltung unseres inneren Schulhofes entstanden bereits im Zuge des World Cleanup
Days im Herbst 2024. Darauf folgte eine sich immer stärker konkretisierende Planungsphase und die Festlegung erster Bauvorhaben: die Entfernung der alten Bänke und deren Betonsockel, das Abtragen und Aufbereiten
des Untergrundes und natürlich das Errichten von drei Sitzmöglichkeiten mit Dach. Schnell wurde klar, dass die
planerische Verantwortung unsere Kompetenzen als Lehrerinnen und Lehrer übersteigt, sodass uns die
Landschaftsarchitektin Indira Lindner beim Benennen von konkreten Mengen und Maßen fachkundig unterstützte.

Um die Finanzierung zu gewährleisten, starteten wir ein Crowdfunding, in dem eine beachtliche Summe gespendet
wurde! Tatkräftige Unterstützung leistete die Firma Hüttner, die mit schwerem Gerät für uns die Betonsockel zog, einen Baum gleich zweimal umsetzte sowie baggerte, grub und füllte. Nach Fertigstellung des Untergrundes baute
die Firma IBP in einer teambildenden Maßnahme unsere Waldschänken in Rekordgeschwindigkeit auf. Ökologisch
einwandfreie Hackschnitzel bieten unseren Schülern und Schülerinnen einen angenehmen Untergrund – viel
geschafft bis Ende August 2025.

Bevor das Klassenzimmer im Grünen zum Herbstfest offiziell eröffnet werden sollte, war noch einiges zu tun. In einer gemeinsamen Aktion von Lehrern und Schülern wurde gesät, gepflanzt, gestrichen und geschaufelt, sodass alle Vorhaben pünktlich fertig wurden. Sichtbargewordene Selbstwirksamkeit zeigt die Umgebung der  Waldschänken. Innerhalb der Projekttage vor den Sommerferien 2025 halfen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit vielen Lehrenden das Turnhallenbeet zu gestalten, die Spielzeughütte zu streichen und weitere neue Sitzgelegenheiten zu bauen.

Schauen wir, Frau Heldt und ich, nun unseren Schülerinnen und Schülern beim Benutzen der Waldschänken zu, freuen wir uns über den unterschiedlichen Gebrauch – dem Teilen des Pausenbrotes, dem Planen des  Nachmittages, zum Ausruhen oder als Lernort draußen. Wir beobachten, dass es einen Mülleimer vor Ort braucht und die Bodendecker Cotoneaster unbedingt einen Schutz vor dem Darüberlaufen benötigen, da leider noch nicht alle erkannt haben, dass dort Pflanzen wachsen. Für einige Erhaltungsmaßnahmen nutzen wir die  Klimaschulprojekttage vor den Sommerferien, andere Vorhaben brauchen einen neuen Anlauf der Planung.

Das Grüne Klassenzimmer wächst, es entwickelt sich und braucht unser aller Pflege und Behutsamkeit!

Kirsten Heldt und Madlen Lau

Was über uns schwebt und was bleibt

Dieses Schuljahr war das Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium geprägt von umfangreichen Baumaßnahmen. Während Baulärm durch die Flure hallte und emsige Handwerker an allen Ecken tätig waren, legten die Arbeiten nicht nur Leitungen frei – sondern auch den einen oder anderen verborgenen Schatz.

Als ich in den Sommerferien die T/C-Räume betrat, um das Lager für die Projekte vorzubereiten, traf mich jedoch zunächst eine ganz andere Realität: Eine dichte Schicht aus Baustaub und Putzbrocken hatte sich über PCs, Beamer, Stühle, Werkbänke, Bücher und Maschinen gelegt. Das konnte doch nicht wahr sein. Mein Blick wanderte ungläubig nach oben – und blieb dort hängen.

Mehrere Platten der abgehängten Decke fehlten. Kabel und Dämmmaterial hingen herab, doch dahinter offenbarte sich etwas Unerwartetes: ein Heiligenbild und Sterne, direkt über Lehrertisch und Tafel. Schnell wurde klar, dass offenbar die gesamte Decke der K05 kunstvoll bemalt ist. Doch warum ein Heiligenbild in einem Technikraum? Handelt es sich um einen Schutzpatron, der die Schüler davor bewahren soll, sich in die Finger zu sägen? Prangen die Sterne über dem Lehrerpult vielleicht für die Sternstunden der Pädagogik? Eine Antwort auf diese Entdeckung ließ sich leider nicht finden. Weder langjährige Kolleginnen und Kollegen, noch das Sekretariat oder selbst Herr Gersdorf konnten Licht ins Dunkel bringen. In der Vorbereitungswoche waren die Bauarbeiten schließlich größtenteils abgeschlossen. Die Decke war wieder verschlossen, die verborgene Malerei verschwunden – und es blieb die Aufgabe, die T/C-Räume wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen.

Manche Entdeckungen sind eben flüchtig. Andere hinterlassen Spuren.

Claudia Feger

Entenjagd mit Verstecken

Schulhausübernachtung der Klasse 5/2

Abends um sechs noch einmal in die Schule – das ist eher ungewöhnlich. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5/2 machten sich am Donnerstag vor den Winterferien trotzdem auf den Weg ins Schulhaus, denn unser Plan war es, gemeinsam dort zu übernachten.

Wir starteten mit einem gemeinsamen Abendessen. Während einige gemeinsam mit Frau Schilling eine lange Tafel vorbereiteten, holten die anderen mit Frau Kretzschmar unsere Döner- und Pizzabestellung ab. Gut gestärkt begann anschließend die Entenjagd im ganzen Schulhaus. Insgesamt 200 kleine Entchen waren versteckt und es stellte sich die Frage, welche Gruppe die meisten Enten finden würde. Tatsächlich wurden fast alle wiederentdeckt, nur eine einzige Ente ist bis heute verschwunden. Vielleicht findet sie der ein oder andere von euch. Danach ging es mit einer Runde Verstecken im ganzen Schulhaus weiter. Um die Suchenden in die Irre zu führen, spielten einige Schüler mit einer Bluetooth- Box Geräusche ab. Am Ende konnte trotzdem jeder gefunden werden.

Nachdem alle ihr Nachtlager eingerichtet hatten, ließen wir den Abend gemeinsam mit dem Film „Zoomania“ ausklingen. Kurz vor 23 Uhr hieß es schließlich: Licht aus. Am nächsten Morgen beendeten wir unsere Schulhausübernachtung mit einem gemeinsamen Frühstück und starteten danach in die Winterferien.

T. Kretzschmar

Sehnsucht Freiheit – 17. Juni 1953

Jugendfreiheitskonferenz im Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

„Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht und die Demokratie ist nicht vollkommen. Doch wenigstens hatten wir es nie nötig, eine Mauer zu bauen, um unsere Leute bei uns zu halten“.

Im Jahre 1963 sprach J. F. Kennedy diese Worte und kritisierte die DDR damit im Bezug auf die fehlenden Freiheiten scharf. Schon am 17. Juni 1953 gingen Millionen DDR-Bürger auf die Straßen, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Aus diesem Anlass fand am 16. Juni 2025 im Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis die Jugendfreiheitskonferenz statt, an der wir als Leistungskurs Geschichte des Abiturjahrgangs 2026 teilnahmen. Auch andere Schüler des gesamten Freistaats waren vor Ort. Das ehemalige Gefängnis diente bis 1990 der Inhaftierung politischer Gefangener unter psychisch und physisch qualvollen Bedingungen. Somit ist dieser historische Ort prädestiniert, um über vergangene, derzeitige und zukünftige Freiheit zu diskutieren.

Übereifrig, wie wir sind, rückten wir schon eine Stunde vor Beginn an. Zur Freude aller standen Getränke, Obstspieße und Knuspergebäck zur Verfügung. Pünktlich um zehn wurde die Veranstaltung eingeleitet. Der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze eröffnete die Konferenz mit einer Rede, in der er sich tiefgründig und emotional mit der Freiheit im Allgemeinen auseinandersetzte. Anschließend sprach der sächsische Kultusminister Conrad Clemens. Auch er gab sein Bestes, das Thema nicht zu verfehlen. Es folgte eine Rundführung durch das ehemalige Gefängnis. Den Schülern wurden anhand von erhaltenen Orginalzellen die schrecklichen Haftbedingungen lebhaft gemacht. Schon im Vorfeld schrieben sich die Teilnehmer in verschiedene Workshops rund um das Leben unter dem SED-Regime ein. Den Schülern wurde auch die Möglichkeit zuteil, persönlich mit Zeitzeugen, die selbst den Alltag als Inhaftierte im Kaßberg-Gefängnis erleben mussten, zu sprechen. In der nachfolgenden Mittagspause mit Buffet im benachbarten Karl-Schmidt- Rottluff-Gymnasium konnten wir erstmals ins Gespräch mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer kommen. Tutorin Frau van Doorn stellte ihn unverzüglich wegen der sachsenweiten Lehrerabordnungen auf freundliche, aber direkte Art zur Rede. Zeit für Selfies und Gruppenfotos mit der angereisten Prominenz konnte auch noch geschaffen werden. Als Höhepunkt der Jugendfreiheitskonferenz fand eine Podiumsdiskussion in der Aula des KaSchmiR-Gymnasiums statt. Die Schüler hatten die Möglichkeit, freiheitsbezogene Fragen und Diskussionseinwürfe an die Zeitzeugen Martin Böttger und Andreas Neudert, der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Frau Dr. Nancy Aris und den Ministerpräsidenten selbst zu stellen. Eine sehr tolle Idee mit viel Potential, welches jedoch aufgrund einiger Schüler, die lieber über Wasserstoffautos und Ausländerkriminalität philosophierten, nicht zu vollem Ausdruck gebracht werden konnte. Gegen 15 Uhr gingen wir mit viel neuem Wissen, neuen Sichtweisen und Gedanken- Antrieben wieder heim, nachdem Kretschmer die Veranstaltung mit ein paar Schlussworten beendete.

Unser Leistungskurs Geschichte hat den Tag als vollen Erfolg wahrgenommen, auch wenn die Podiumsdiskussion leider ein wenig am Ziel vorbeischoss. Die Workshops, die uns das Lieben unserer Freiheit lehrten und uns in Bezug auf die DDR für die Zukunft lernen ließen führten uns wieder zum Leitspruch unseres Kurses: „Geschichte schützt nicht vor Erkenntnissen und fügt erhebliche Denkanstöße zu.“

Konrad Dietzmann, 12/5

Glück sucht dich – der Glücksbus

Die Wanderausstellung „GLÜCK SUCHT DICH – Der Glücksbus“ machte in diesem Jahr auch an unserer Schule Halt und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Schon von außen weckte der auffällig gestaltete Bus Neugier: bunt, einladend und mit einer klaren Botschaft: Glück ist nichts, das man kaufen oder erzwingen kann, sondern etwas, das in uns selbst entsteht.

Im Inneren erwartete uns eine interaktive Ausstellung rund um das Thema Glück und Suchtprävention. Die Frage war: Was macht uns wirklich glücklich und warum greifen manche Menschen zu Drogen, um dieses Gefühl zu erreichen? Ein wichtiger Punkt war das Konzept der Flow-Momente, was bedeutet, dass wir ganz in einer Tätigkeit aufgehen, die Zeit vergessen und uns lebendig und erfüllt fühlen.

Ein wichtiger Teil der Ausstellung war die Abgrenzung zwischen natürlichen Glücksgefühlen und das künstlich erzeugte High durch Drogen. Uns wurde erklärt, wie Sucht entsteht und warum der Griff zu Alkohol oder anderen Substanzen zwar kurzfristig Glücksgefühle vortäuschen kann, langfristig jedoch zu Abhängigkeit und Problemen führt.

Es wurde deutlich, dass jeder selbst etwas dazu beitragen kann, sich gut zu fühlen. Der Glücksbus hat nicht nur informiert, sondern auch zum Nachdenken angeregt und dabei geholfen, bewusste Entscheidungen zu treffen. So bleibt „GLÜCK SUCHT DICH“ als interessante und lehrreiche Erfahrung in Erinnerung. Gleichzeitig wird klar, wie wichtig Achtsamkeit, Selbstvertrauen und ein verantwortungsvoller Umgang mit sich selbst sind – ganz ohne Drogen.

Greta Stoll, AG Jahrbuch

Kulturbasar

Die ersten Kulturbasare boten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, kulturelle Vielfalt auf besondere Weise zu erleben. Mit internationalen Speisen, Musik und verschiedenen Beiträgen entstand eine offene und gemeinschaftliche Atmosphäre, in der unterschiedliche Kulturen präsentiert und miteinander verbunden wurden.

Ziel der Veranstaltung war es nicht nur, Einblicke in verschiedene Traditionen zu geben, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft zu stärken. Durch das Engagement vieler Beteiligter wurde der Kulturbasar zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der gegenseitigen Wertschätzung.

Die Kulturbasare waren ein großer Erfolg, mit Einnahmen von über 2000 €. Es zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und engagiert unsere Schule ist. Dank den Unterstützung zahlreicher Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Besucherinnen und Besucher konnten Spenden, zugunsten Kinder in Kriegsländer, gesammelt und gleichzeitig ein
bedeutender Beitrag zum gemeinschaftlichen Miteinander geleistet werden. Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Organisation, Kreativität und Unterstützung zum Gelingen dieser
Veranstaltungen beigetragen haben.

Sophia Omed

Zwischen Traum und Humor

Ein Gespräch mit dem kanadisch-indianischen Autor Drew Hayden Taylor

Nintoogeewaan – ein Wort aus der Sprache der Ojibwe, eines Ureinwohnerstammes in Kanada. Genau aus dieser Gemeinschaft stammt auch Drew Hayden Taylor, einer der bekanntesten Autoren Kanadas und Gesprächspartner des Leistungskurses 11 EN2 am 29. April um 20:00 Uhr. Nachdem im Kurs das Drama „God and the Indian“ gelesen worden war, stellte sich der Autor den neugierigen Schülerfragen über indigene Kultur und die berüchtigten residential schools, in denen bis in die 1990er hinein Kinder von Ureinwohnern auf brutalste Weise umerzogen wurden.

Taylor teilte in dieser einstündigen Sitzung zahlreiche Gedanken und Geschichten mit dem Kurs. So erklärte er, wie ihm selbst sein Englischlehrer in Klasse 11 sagte, er solle seinen Fokus nicht auf das Schreiben legen, da dies keine Zukunft habe. Dennoch ließ er sich nicht abbringen und beschritt seinen ganz eigenen Weg: „All the other [indigenous] literature was sad or angry. I didn't want to be angry.“ (Die ganze andere Ureinwohnerliteratur war traurig oder wütend. Ich wollte nicht wütend sein.)

Schnell wird klar: Einer der wichtigsten Aspekte in Taylors Werken ist Humor, da er helfen kann, schlimme Erfahrungen zu verarbeiten. Genau dieser findet sich auch in allen Schriften wieder, egal ob in Geschichten über Indianer und Zombies oder einer Twilight-artigen Vampirgeschichte aus dessen Feder.

Wie typische Themen der kanadischen Ureinwohner in seinem nächsten Werk Einzug finden werden? Das wird sich zeigen! Möglicherweise heißt es dann dort auch Nintoogeewaan – I want to go home.

Maximilian Schröter

Landtagsbesuch der 9/5

Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts besuchte unsere Klasse den Sächsischen Landtag in Dresden. Unser Tag begann bereits um 9:20 Uhr, als wir uns gemeinsam mit Frau Kretzschmar und Frau Wurm am Bahnhof trafen, um zusammen nach Dresden zu fahren. Trotz Schienenersatzverkehr und minimaler Verspätung kamen wir sehr pünktlich am Landtag an.

Schon das moderne Gebäude direkt an der Elbe machte Eindruck – viel Glas, viel Offenheit, zumindest architektonisch. Zu Beginn bekamen wir eine Führung durch das Gebäude und recht viel Input zur Geschichte des Landtags, aber auch zu den Aufgaben und den groben Ablauf im Plenum. Auch Begriffe wie Lobbyismus und die Platzverteilung im Plenum wurden sehr detailliert und verständlich erklärt.

Spannender wurde es beim anschließenden Gespräch mit einem sächsischen Landtagabgeordneten der CDU, Herrn Peter Patt. Es fielen Fragen wie „Warum ist Ihre Partei für junge Menschen interessant?“, „Wie stehen Sie zum AfD-Parteiverbot?“, aber auch Fragen zu sonstigen Themen wie beispielsweise „Trump oder Harris?“ Ich muss ehrlich sagen, der Herr Patt ist so, wie man sich einen „typischen Politiker“ vorstellt: manchmal etwas ausweichend, teilweise leicht rhetorisch und immer bemüht, der Frage ihren Raum zu geben. Auf konkrete Nachfragen gab es nicht immer klare Antworten, stattdessen oft längere Erklärungen, die am Ende nicht unbedingt ein Ziel fanden. Trotz allem konnten wir einiges mitnehmen und auch wenn nicht alle Fragen zu einer Antwort fanden, hat es sich auf jeden Fall gelohnt, in den Austausch zu kommen.

Im Anschluss ging es für uns auf direktem Wege zum Bahnhof und wieder zurück nach Chemnitz. Auf der Zugfahrt sind wir auch nochmal etwas vertiefter über einige Themen ins Gespräch gekommen und haben darüber diskutiert, ob es so etwas wie eine „Länderhoheit“ überhaupt noch geben sollte. Gegen 17 Uhr endete unser Tag dann schließlich und floss ins Wochenende über.

Der Ausflug hat uns auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt und gezeigt, dass es sich lohnt, politische Aussagen zu hinterfragen und auch kritisch zu betrachten.

Fiona Sophie Meinicke, AG Jahrbuch

Gemeinsam Gutes tun

Was einer allein nicht schafft, bewältigen wir zusammen! Dieser Gedanke bildet das Fundament unserer Schülergenossenschaft EcoActionS. In den letzten drei Jahren haben wir gemeinsam viel erreicht und dabei nicht nur unser Wissen und unsere Fähigkeiten erweitert, sondern auch unser Teamgefühl gestärkt! Mit viel Elan haben wir nachhaltige Produkte teilweise selbst hergestellt und verkauft – von köstlichen Waffeln über dekorative Kerzen und kleine Weihnachtsbasteleien bis hin zu süßen Leckereien. Eine besondere Herausforderung stellte jedes Jahr das Catering für eine Lehrerfortbildung dar. Das Ergebnis? Über 2000 € Einnahmen! Doch das war noch nicht alles. Wir gewannen wertvolle Einblicke in Marktanalysen, Verkaufsstrategien und Buchhaltung, übernahmen Eigenverantwortung und erlebten Teamgeist. Natürlich haben wir auch gelernt, dass unternehmerisches Handeln viel Zeit und Engagement erfordert. Und genau hier kam der Wendepunkt: Um uns auf andere Projekte konzentrieren zu können, beschlossen wir schweren Herzens, die Schülergenossenschaft aufzulösen. Aber keine Sorge! EcoActionS lebt weiter – jetzt in der GTA EcoActionS kids für die Klassen 5-7.

Bei unserer letzten Generalversammlung im Oktober konnten wir nun aus dem Vollen schöpfen und unser erarbeitetes Vermögen sinnvoll einsetzen. Über 800 € fließen in Projekte unserer Schule, wie Workshops zum Projekttag und als Startguthaben für die neuen EcoActionS kids. Doch das ist noch nicht alles! Rund 1500 € haben wir als Spenden an Plant for the Planet, den WWF, Wilderness International und Oxfam gegeben, um die Arbeit dieser Organisationen in verschiedenen Bereichen der Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Wir sind stolz darauf, dass wir nicht nur persönliche Erfolge erzielt haben, sondern auch der Umwelt und der Gesellschaft etwas zurückgeben konnten. Und wir möchten an dieser Stelle noch einmal unserer Partnergenossenschaft, der potential.akademie eG, und dem Förderverein als Träger danken. Ohne ihre Unterstützung wäre unser Erfolg nicht möglich gewesen.

Sandy Wagner

Leben nach dem Abi: Marco Hördler

Erzähle etwas über dich und deinen Werdegang.
Mein Name ist Marco Hördler und ich wurde 1995 in Chemnitz geboren. Von 2005 bis 2013 besuchte ich das Dr.-Wilhelm- André-Gymnasium und bestand das Abitur mit einem Durchschnitt von sagenhaften 2,7. :)

Das nächste Kapitel begann holprig und planlos. Ich schrieb mich für Wirtschaftswissenschaften an der TU Chemnitz ein, verließ aber die Uni direkt nach dem ersten Semester, weil ich mir einfach nicht sicher genug war, ob es das Richtige für mich war und auch aus Angst davor, Zeit zu verschwenden, sollte ich nach drei bis vier Jahren ohne Abschluss abgehen. Nach einem kurzen kaufmännischen Praktikum absolvierte ich von 2014 bis 2017 eine Ausbildung zum Industriekaufmann, ebenfalls in Chemnitz. Anschließend wechselte ich 2018 zu einem anderen Arbeitgeber nach Penig, welcher mich ab 2019 dabei unterstützte, berufsbegleitend über eine Fernhochschule meinen Bachelor in Internationaler Betriebswirtschaftslehre zu machen. Unmittelbar nach dem Abschluss bekam ich 2022 die Möglichkeit, zu einem Schwesterstandort im Großraum Atlanta im US-Bundesstaat Georgia zu wechseln. Hier arbeite und lebe ich bis heute. Seit über drei Jahren bin ich außerdem mit einer US-Amerikanerin zusammen, die ich dieses Jahr heiraten werde.

Was machst du heute beruflich?
Ich arbeite bei Siemens als strategischer Einkäufer und beschaffe Produktionsmaterial für die Herstellung von Antriebskomponenten für Schienenfahrzeuge. Megaspannend, ich weiß ^^

Was erfreut dich, was macht dich nachdenklich?
Die Möglichkeiten, die wir durch Globalisierung und Technologie heute haben, finde ich großartig, da die Welt dadurch kleiner und greifbarer geworden ist. Gleichzeitig erfüllt mich das weltliche Geschehen mit größter Sorge, vor allem ist die Fähigkeit und Bereitschaft zur sachlichen Kommunikation und Diskussion in einem bedenklichen Maße verloren gegangen. Auch KI ist sowohl aufregend als auch beängstigend. Wie werden Bildung, Arbeit und allgemein das Leben in Zukunft aussehen? Was verbindet dich mit der Stadt Chemnitz? Sehr viel, denn ich habe die ersten 27 Jahre meines Lebens in der Stadt verbracht. Die Stadt hat mir alles gegeben und meine Persönlichkeit maßgeblich geprägt. Auch wenn das nicht immer so war, stehe ich heute selbstbewusst zu meiner Herkunft und verstecke meinen Chemnitzer Dialekt/Akzent nicht, selbst wenn ich mit westdeutschen Arbeitskollegen und Geschäftspartnern spreche.

An welchem Ort fühlst du dich am wohlsten? Warum?
Heute fühle ich mich an meinem jetzigen Wohnort am wohlsten, nicht nur wegen meiner Verlobten, sondern auch weil Umgebung, Kultur und Klima in den Südstaaten der USA sehr einladend sind. Ich komme aber natürlich auch sehr gern zu Besuch nach Chemnitz.

Was fandest du in deiner Schulzeit am Andrégymnasium schön/nicht so schön? Welche Ereignisse sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Ich habe wesentlich mehr gute als schlechte Erinnerungen. Neben der guten Schulbildung sowie des schönen, historischen Schulgebäudes war meine Teilnahme am GAPP-Austausch 2011/12 das prägendste Erlebnis. Die damalige Partnerschule war nämlich genau in der Stadt, in der ich heute wieder lebe und Freundschaften pflege, die ich während des Austauschs geschlossen hatte. Von diesem Schicksal wusste ich aber damals natürlich noch nichts. Wirklich Negatives gab es während meiner Zeit am André eigentlich nichts, außer vielleicht, dass wir seinerzeit noch keine eigene Turnhalle hatten und mit Sack und Pack zur Hartmann-Halle latschen mussten. Aber das ist natürlich jammern auf hohem Niveau und hat uns nicht geschadet. :)

Was waren deine Lieblingsfächer?
Englisch entwickelte sich gegen Ende meiner Schulzeit zu meinem Lieblingsfach. Ich besuchte den Leistungskurs sowie einen freiwilligen Cambridge-Sprachkurs. Meine Lieblingsfächer hingen über die Jahre sehr von den Lehrern ab. Geographie und Geschichte waren bspw. solche Fächer, selbst wenn sich das nicht immer in den besten Zensuren widerspiegelte.

Hattest du Lehrer oder Lehrerinnen, die du besonders mochtest und warum?
Ich würde heute sagen, dass ich die meisten Lehrer recht gut mochte, selbst, wenn mir deren Fächer nicht lagen. Besonders herausstellen möchte ich Frau Spranger, Frau Füssel und Herrn Hunger. An deren Leidenschaft und Humor erinnere ich mich noch heute sehr gern.

Welchen Rat gibst du zukünftigen Abiturienten und Abiturientinnen mit auf den Weg?
Gebt euer Bestes und seid fleißiger, als ich es zugegebenermaßen war, aber verzweifelt bitte nicht, wenn der Abiturdurchschnitt unter euren Erwartungen bleibt. Nur, weil man mal an einem schlechten Tag eine schlechte Prüfung schreibt, verbaut ihr euch deswegen noch lange nicht eure Zukunft. Das Leben ist voller Hürden, aber auch voller zweiter Chancen. Denkt positiv und vertraut eurem Bauchgefühl. Gesundheit ist das Wichtigste, alles andere wird schon.

Journey to Worthing/South England – classes 8/1, 8/4, 8/5

Sunday, 15th March: At one o'clock the journey started. Since the boys in front of us were gaming on their laptops until five o'clock, it was impossible to sleep. In the end, we only got two hours, which isn't much either. It looked completely different on the lower level of the bus. Dimmed lights, sleeping people, silence, teachers. A few times we passed 24/7 gas station shops, where I bought a lot of sweets. Luckily, we got an ealier ferry than planned, which meant we could make a short detour to the cozy Folkestone. The lovely house of Mr. Smith, our host dad was only a three-minute-walk from the busstop. There, I had my own room, and for dinner we had pizza, salad and donuts. But we were too full for dessert. Mr. Smith, ever kind, marvelled at my candy-free lunch. We really enjoyed talking English (even among ourselves). I found out that English people like to drink water with sirup.

Elisa Amalia Aßmann, 8/4

Monday, 16th March: On our first complete day, we went to the cliffs of Beachy Head. It was so windy, but luckily it didn't rain. On our walk, we saw a lighthouse and ponies and horses right next to us. After our break, we walked back and Luna forced me to roll down a hill with her. I was a bit dirty afterwards, but I didn't mind. In the afternoon, we went to the beach of Worthing, where we made a quiz. I really liked the gardens and parks we passed. In our free time in Worthing, we wanted to eat something, so we went to McDonald's, only to see many of our students. I didn't eat that much, only a few chicken nuggets and an ice cream. We also looked for little shops, but they all closed early. At home, I had dinner that I had never eaten before, but it was delicious – something with meat and puff pastry.

Lizzy Ellen Schulz, 8/4

Tuesday, 17th March: Today we got up at 6:30 am and had breakfast at 7:00 am. We got a lunch package with an apple, crisps, water, sandwiches and a chocolate bar. Today we left 15 minutes earlier because we went on a day trip to London. When we arrived there we had to use the tube. We took the Jubilee Line to Green Park which was cool but also very loud. From Green Park we went to Buckingham Palace and later to St James‘s Park where we feeded squirrels with nuts. Westminster Abbey, Big Ben, Trafalgar Square and Covent Garden were the next stops on our self-guided sightseeing tour. At Covent Garden we took the Circle Line to the Tower of London where we took pictures of Tower Bridge and The Shard. In the Tower of London, we saw the crown jewels and the old prison. Also there were squirrels and I was glad to have some spare nuts. On our return trip to the bus we took the District Line. For dinner we had a kind of potatoes and sausages.

Finn Taro Seltmann, 8/4

Wednesday, 18th March: On Wednesday we went to Hastings. In my opinion it was the best day. In the morning, we had banana pancakes. I usually love pancakes, but the banana filling was not really my favorite. After breakfast we went to Hastings. First, we had a one-hour tour and learned a lot about the city, for example, that from the hill you can sometimes see France, and that the first castle in England is on this hill. After the tour, we had three hours of free time. I went with some friends. We got something to eat and climbed the hill for the view. We couldn't see France from there, but later we relaxed at the beach and the weather was really good. In the afternoon we went to a small show in Hastings. I was chosen as a head chef and had to make scones infront of everyone. It was funny because I am not very good at it. On the way back, a bird flew against the bus window and made a big crack.

Mattheo Wellmann, 8/4

Thursday, 19th March: We packed our bags and got ready for the day. Then we said goodbye to our host mother. She was so nice, we even wanted to adopt her and take her to Germany. Then we went by train to Brighton. There, we had a lot of free time because Miss Kailus forgot another quiz on the bus. We walked for more than one hour just to find a souvenir shop for Lizzy. When we finally found one, Lizzy bought souvenirs for her family. At 12 pm we walked to the meetingpoint. After that, we had more free time, which we spent on the beach. We enjoyed our last hours in England. At 4 pm we started the very long ride back to Germany. The first two hours on the bus were funny and dramatic because we had a little misunderstanding in our group. Then we went on the ferry where we fortunately settled it. On the ferry I didn't feel sick this time and was really thankful for that. Our bus driver Stephan took us through Belgium and Germany during the night and the next morning we arrived at 11 am again in Chemnitz.

Alyssa Lämmel, 8/4

Studienfahrt des Leistungskurses Geschichte nach Brüssel/Belgien

Der Startschuss für unsere Studienfahrt nach Brüssel fiel am Montag, dem 15.09. gegen 7 Uhr auf dem Parkplatz der ERMAFA-Passage in Chemnitz. Mit großer Vorfreude traten wir die Busfahrt an, die „nur“ zwölf Stunden dauern sollte, wovon wir allerdings zwei Stunden im Kreis durch Brüssel fuhren. Gegen 19 Uhr erreichten wir schließlich die Hauptstadt Belgiens. Bei einem ersten kleinen Rundgang durch die Innenstadt konnten wir uns bereits ein Bild von den Sehenswürdigkeiten machen.

Unser erster voller Tag begann mit einer dreistündigen Stadtführung zu Fuß unter der Leitung von Stadtführer Malte Woydt. Wir entdeckten dabei auch die eher nicht so touristischen Orte Brüssels. Mit zügigem Gehen haben wir uns anschließend zu unserem nächsten Termin begeben, einer Führung im Europaparlament. Nach einer wohlverdienten Mittagspause setzten wir uns in einem Workshop intensiver mit den Aufgaben und Strukturen des Parlaments auseinander. Dafür wurden wir verschiedenen Ländern und Parteien zugeteilt und sollten gemeinsam Lösungen für unterschiedliche politische Fragestellungen erarbeiten. Dabei zeigte sich, wie herausfordernd es sein kann, Kompromisse zu finden. Mal funktionierte es besser, mal weniger gut.

Der Mittwoch begann mit einer einstündigen Busfahrt nach Gent. Dort starteten wir entspannt mit einer Grachtenfahrt, die uns einen ersten Überblick über die Stadt, ihre beeindruckende Architektur und ihre Geschichte verschaffte. Am Nachmittag besuchten wir die mittelalterliche Wasserburg Gravensteen. Mithilfe eines Audioguides erkundeten wir die Burg eigenständig und konnten so das Leben im Mittelalter auf anschauliche Weise nachvollziehen.

Den wohl eindrucksvollsten Tag verbrachten wir in Ypern. Begonnen haben wir mit einer Besichtigung des Menentors, eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, und einer kleinen Tour durch die Stadt. Beim anschließenden Besuch des Museums „In Flanders Fields“ wurde uns schnell bewusst, wie beängstigend und zugleich einschneidend die Ereignisse des Ersten Weltkriegs waren. Die interaktive Ausstellung ermöglichte es, uns in die damalige Situation und das Leben der Menschen hineinzuversetzen. Im Anschluss fuhren wir zum größten britischen Soldatenfriedhof Europas, Tyne Cot. Dort wurden die erschreckenden Ausmaße des Krieges besonders deutlich, ein Erlebnis, welches uns nachhaltig beeindruckte. Abgerundet wurde der Tag durch den Besuch des Memorial Museums Passchendaele 1917, welches die vorherigen Eindrücke noch einmal vertiefte. Besonders bewegend war der nachgebaute Schützengraben, den wir selbst durchlaufen konnten. Zurück in Brüssel, verbrachten wir schließlich unseren letzten gemeinsamen Abend.

Nach einer anstrengenden, aber äußerst erlebnisreichen Woche traten wir am Freitag gegen 7 Uhr die Rückreise an, zurück in die Europäische Kulturhauptstadt 2025. Die Fahrt verlief diesmal deutlich entspannter, sodass wir gegen 20 Uhr zufrieden und erschöpft aus dem Bus stiegen.

Josefine Salokat, 12/5

London 2026, classes 8/3 and 8/2

Hey, quick question: have you ever been to London? If not, let us take you on a trip there now. It all started on a rainy Sunday night, the 15th of March. Everyone was excited to finally start our journey, but before we could start, there was a "safety check" that everyone had their passport and visa and was healthy and alive. After that was done, we all said our goodbyes and started. When we arrived in London after a long time, we were all quite tired, but our motivation to see the city was bigger. So we started our walk to our Thames boat trip. On our way, we first walked through Greenwich Park, then took one of our many group photos at the Royal Observatory in Greenwich and stopped at the Queen's House, where we had a little time to look around. After that, we finally got to take our long-awaited Thames boat trip, where we saw many famous sights and bridges like Tower Bridge, the Millennium Bridge, and the London Eye. The tour ended at Big Ben, where we got off the boat and walked around London. On the walk, we saw Westminster Abbey, and when we reached the meeting point, we saw many squirrels. Some tried to feed them with nuts (our teacher). In the evening, we met our host families in a suburb of London. Most of us ate pizza that evening and then went to bed.

The next morning, we met at 7:30 a.m. and then went on our trip to Brighton. First, we went hiking on a cliff for about one to two hours. It was a really beautiful walk with a great view, where we talked a lot about everything and nothing. In the afternoon, it got really warm and sunny, which was nice because we had a task: we had to take pictures in front of famous sights in Brighton, but not just any pictures, creative or funny ones. We also had to do a short interview with a local person. The people there were all really relaxed and kind. Everywhere there was a good vibe, and rainbow flags. We had a nice chat with Harry and his girlfriend Lily. They were really friendly and answered all our questions. The day then came to an end, and we drove back to our host families.

On Wednesday, our adventure in London continued. Once we got off the bus, we started our long walk to the Globe Theatre. On the way, we crossed the Millennium Bridge, where we saw pictures drawn on chewing gum on the ground, some of them were really impressive. When we arrived at the Globe Theatre, we got a tour about its history. We learned that it is already the third Globe Theatre. The first one, built by Shakespeare's acting company, burned down during one of its performances. The second one was rebuilt a year later, but it didn't last forever either, because shortly after, the Puritans, who didn't like theatres at all, ordered that all playhouses be closed, and two years later the Globe was demolished to make space for housing. In 1997, the third Globe was opened under the name Shakespeare’s Globe. After that, we continued to Borough Market, where we had the chance to try a variety of local dishes, which were really tasty. Later, we met up again and went to our last destination of the day, the London Dungeon, where we experienced a trip back to the 17th century. The actors played scenes from London's darkest time of history, the plague, it was fantastic, but also a bit scary at times. The day came to its end and we went back to our host families for the last time. Many were already packing their bags for the next day.

The following morning, we had to meet earlier because our bags had to be put into the bus again. We then said our final goodbyes to our host families and took one of our last group photos. We drove with the bus to the O2 station, from where we continued by subway to Buckingham Palace. Afterwards, we drove to the Natural History Museum. In the museum, we had some time to explore before we had to meet again. Then we took our final group photo and continued to our last destination of the trip: Oxford Street, where we had some free time to explore, go shopping, or eat something. That was really nice and fun. A few hours later, we came together again to go back to the O2 Stadium for our journey home. The mood at that time was more tired than excited as we drove to the train that would take us back to France, where many either slept or just relaxed. From France, we drove the last bit back home, where we arrived on Friday around 11 a.m. and were welcomed by our parents.

It was a really adventurous and wonderful time in England that we all enjoyed. And now, a fun fact to end: we were all rather disappointed that Mr. Spreda didn't sing "Aura" because he had promised to do that!

Second text:

We started our trip in Chemnitz on Sunday at 9:00 p.m. Everyone waved their parents goodbye. After a long journey, we arrived in Dunkirk and took the ferry to Dover.

Our first stop was Greenwich. We walked through that part of London and saw the Queen’s House, the Cutty Sark, and many more sights. There, we embarked on a boat which took us over the River Thames. In the evening, we were picked up by our host families in Redhill.

On the next day, we went on a full-day trip to the South Coast. In the morning, we walked along the famous cliffs at Beachy Head, and in the afternoon, we had free time in Brighton. We returned to our host families in the evening.

Another day was spent in London. We travelled by coach to the Tower of London and then walked along the River Thames to the Globe Theatre, where we had a guided visit at 11:45 a.m. Later, at 3:00 p.m., we visited the London Dungeon. After that, we returned to Redhill.

On our last day, we brought our luggage to the coach in the morning and travelled to the O2 Arena. From there, we used public transport to explore London. We visited South Kensington and the Natural History Museum in the morning and had free time in the city afterwards. In the evening, we returned to the O2 Arena and departed at 9:20 p.m. via the Eurotunnel from Folkestone to Calais. We had an unforgettable trip. It was a wonderful experience full of new impressions, exciting places, and great memories that we will always remember.

Bruno Löffler Kl. 8/3

Echange étudiant Chemnitz – Mulhouse/France

La première journee à Mulhouse: Le dimanche matin 28. Septembre 2025 nous avons rencontré à la gare de Chemnitz. Le premier train pour Hof est parti à 8 moins quart. Après une heure et demie nous avons pris le train de Hof à Pegnitz. À notre arrivée nous avons eu des problèmes avec le train du coup nous avons pris un bus à Nürnberg. C'était un peu stressant. De là on est parti à Stuttgart. C'était un long trajet (trois heures), mais on a passé le temps à jouer des jeux ensemble. De Stuttgart nous avons continué notre voyage jusqu'à Karlsruhe, puis Strasbourg et enfin à Mulhouse. Une fois sur place nous avons pris le tram et dû traverser un peu la ville Mulhouse. Malheuresment la nuit et déjà tombée et nous n'avons plus pu visiter la ville. Arrivés à l'auberge de Jeunesse tout le monde a mangé du pain avec du fromage et de la soupe. Mais malheuresment la reception était fermée alors nous avons dû attendre que quelqu'un vienne avec les clés de nos chambres. C'était chiant! Finalement la journée est été très longue et fatigante mais c'est super que nous sommes tous à Mullhouse maintenant. À demain!

Victoria Jentzsch, Nika Haupt, Greta Stoll

Une journée interessant à l'école jour 2, 29 Septembre 2025, lundi: Coucou, Aujourd'hui on va passer du temps avec les filles françaises et on va visiter l'école aussi. À huit heures moins dix nous sommes allés à l'ârret, où nous avons pris le tram pour aller au centre-ville. C'était très drôle. Ensuite on est arrivé à l'école et moi et mes amies avons visité les salles des classes. C'était très cool, parce qu'on a pu entrer dans les salles. Après nous avons eu les cours, par exemple la matiere maths. C'était vraiment super et intéressant. À midi nous avons mangé des pâtes avec un délicieux dessert. On a attendu jusqu'à quatorze heures et demie et ensuite nous avons dessiné des petites BD et parlé de tout et de rien avec les élèves en groupes. Finalement on a fait même un tour à vélo avec eux au centre-ville. C'était super mais un peu stressant aussi parce que nous avons eu seulement une heure. À vingt heures on est arrivé l'Auberge de Jeunesse … Là tout le monde a mangé le pizza. Tout était très délicieux mais un peu trop. À la fin moi et mes amis avons joué le jeu le loup-garou avec la prof d'allemange Mme Germain. C'était un bien fin du jour. Finalement la journée était très magnifique mais un peu ennuyeux aussi parce que nous avons attendu deux heures. À demain!

La troisième journée à Mulhouse: Coucou, À huit heures moins dix nous sommes allés déjà encore à l'ârret pour prendre le tram jusqu'au centreville. C'était très drôle. Là, on a recontré les corres et on a marché à l'hôtel de ville ensemble. Mme Germain a preparé un jeu de piste pour nous au centre ville. Partout … Alors nous et les corres avons regardé la ville ensemble. Il a beacoup de petites rues et de magasins jolis. Pendant la route on a pris trop de photos et acheté de souvenirs. À dix heures et quart on est retourné à l'hôtel de ville et avec Mme Germain nous l'avons visité. Quelqu'un nous a raconté quelque chose de l'hotel de ville et de Mulhouse. C'était très intéressant! À la fin nous avons pu poser des questions et tout le monde a eu un cadeau. De treize heures à quatorze heures on a fait un tour avec un homme qui nous a dit beaucoup de "Street-Art" à Mulhouse. C'était très cool et l'homme a été vraiment sympa. Finalement nous avons eu du temps libre pour faire du shopping ou manger des spécialités délicieuses par exemple des crêpes.

Emily Fischer

Une journée à Strasbourg: Nous avons passé une bonne journée à Strasbourg. Le matin, nous avons visité le bâtiment du Parlament europeen. C'était très intéressant de voir où les députés de européens travaillent. Après la visite, nous avons mangé des baguettes ensemble. Elles etaint très bon! Ensuite, nous sommes allés à la cathédrale de Strasbourg. Le bâtiment était très grand et impressionant. Après cela, nous avions du temps libre. Certains sont allés au marché aux puces et d'autres ont fait du shopping dans la ville. Le soir, nous sommes retournés à Mulhouse. Là, nous sommes allés dans un centre commercial et ensuite nous avons mangé dans un restaurant asiatique. C'était une journée très agréable et pleine de souvenirs!

Le jour de notre départ (jeudi 2 octobre 2025), nous sommes partis tôt de l’auberge de jeunesse, parce que notre premier train de Mulhouse-Ville à Mühlheim im Markgräflerland partait déjà à 8 h 29 de Mulhouse-Ville. Après être arrivés à Mühlheim, nous sommes passés par Fribourg et Fulda jusqu’à la gare centrale de Leipzig. Le train est arrivé à la gare à 17 h 16. Nous avons pu acheter à manger, puis nous avons pris le train qui nous a transportés à Chemnitz. Dans le train, nous avons passé le temps à jouer aux cartes et nous avons aussi un peu dormi, jusqu’à notre arrivée à Chemnitz à 19 h 15. C’était un beau voyage !

Schüleraustausch Chemnitz – Mulhouse/Frankreich

Tag 1 unserer Austauschreise nach Frankreich: Am ersten Tag unserer Frankreichfahrt nach Mulhouse waren alle ziemlich aufgeregt. Gemeinsam sind wir zur französischen Schule gelaufen. Dort haben uns unsere Austauschschüler zuerst die Schule gezeigt. Es war spannend zu sehen, wie sich die französische Schule von unserer unterscheidet. Danach sind wir in der Schule essen gegangen. Das Essen war ganz anders als in Deutschland, aber eigentlich ganz lecker. Anschließend haben wir in kleinen Gruppen am Unterricht teilgenommen, allerdings in verschiedenen Klassen. Doch unsere Austauschschüler halfen uns. Es war extrem ungewohnt, weil alles auf Französisch war, doch mit der Zeit gewöhnten wir uns dran. Zum Abschluss des Tages haben wir noch eine kleine Fahrradtour durch Mülhausen gemacht. So konnten wir die Stadt sehen und es hat Spaß gemacht. Insgesamt war der Tag richtig abwechslungsreich und ein guter Start unseres Austauschs in Mulhouse.

Unsere Schule und das Collège Saint Exupéry: Die Schule in Mulhouse hatte sowohl weniger Etagen, als auch weniger Klassenräume als unsere Schule. Die Klassen bestanden aus circa 20 Schüler:innen, unsere bestehen aus ungefähr 28 Schüler:innen. Die Schulklingel spielte zu Beginn und zum Ende der Stunde Musik, wir haben eine Art Glocke. Der Unterricht der französischen Schüler:innen begann eine halbe Stunde nach unserem, um 08:00 Uhr. Sie hatten jeweils eine Stunde Unterricht und eine Stunde Pause, wobei unser Unterricht 90 Minuten lang ist und wir eine halbe Stunde Pause haben. Unsere letzte Stunde endet 15:00 Uhr, während die Schüler:innen in Mulhouse manchmal bis 18:00 Uhr in der Schule bleiben. Zum Ausgleich des langen Schultages haben sie eine 90-minütige Mittagspause, in der sie auch nach Hause gehen können. Den Rest des Schultages ist die Schule komplett abgeriegelt und die Schüler:innen können das Gelände nicht verlassen.

Ein Tag in Strassbourg: Am Mittwochmorgen sind wir sehr früh aufgestanden und zum Bahnhof gefahren, noch ziemlich müde, aber voller Vorfreude auf unseren Tag in Straßburg. Die Zugfahrt von Mulhouse nach Straßburg dauerte etwa eine Stunde. Nach unserer Ankunft fuhren wir mit dem Bus direkt zum Europäischen Parlament. Dort durchliefen wir die Sicherheitskontrolle, holten uns Audioguides und besichtigten den Plenarsaal, was besonders spannend war, weil man sehen konnte, wo wichtige politische Entscheidungen getroffen werden. Anschließend liefen wir gemeinsam in Richtung Innenstadt und machten unterwegs Halt bei einer Bäckerei, in der wir verschiedene Baguettes probierten. Danach spazierten wir weiter durch die Stadt bis zum Dom. Dort begann unsere Freizeit: Einige von uns gingen shoppen, andere erkundeten den Flohmarkt oder schlenderten einfach durch die Altstadt. Am späten Nachmittag trafen wir uns wieder und fuhren zurück nach Mulhouse, wo wir uns schließlich von den französischen Austauschpartnern verabschieden mussten. Insgesamt war es ein sehr schöner und erlebnisreicher Tag, an den wir uns gerne erinnern.

Auf Stadterkundung in München, September 2025

Im September waren Schülerinnen und Schüler der LK Deutsch in München, „Weltstadt mit Herz“. Nach einer selbstständigen Stadterkundung am Montag ging es am Dienstag nach Schwabing, dem Ort der kulturellen
Avantgarde am Beginn des 20. Jahrhunderts. Am Mittwoch erlebten sie an und in der Architektur, wie München zum Aufstieg der NSDAP beigetragen hat. Ein Besuch im Tierpark Hellabrunn rundete den Besuch ab.

K. Ehmann

Brückenprojekt, September 2025

Im diesjährigem Projekt war der Schwerpunkt Unterschiede und Entfernungen überwinden. Es hieß also eine Brücke im Team zu planen, mit Materialien aus der Natur unter Zuhilfenahme von drei vereinbarten zusätzlichen Verbindungsmaterialien herzustellen, einem Belastungstest standzuhalten und die Herstellung zu dokumentieren. Eine echte Herausforderung! Es war viel Kreativität und fachliches Geschick gefragt, da es kaum Vorgaben zum Aussehen und zur Fertigung gab.

Nebenher beschafften sich die Lernenden über die Erfindung von Brücken, deren Baustile und Nutzungsvarianten einen Überblick. Hier wurde im Internet recherchiert und Bücher in der BIBO gewälzt.

Weiterhin wurden Brücken der näheren Umgebung fachmännisch unter die berühmte Lupe genommen und den anderen aus dem Team vorgestellt.

Ziel des Projektes war es, neben dem Verbauen der Materialien aus der Natur, sich in Fähigkeiten und Fertigkeit weiter zu entwickeln und die Fertigungsverfahren praktisch anzuwenden. Zum Abschluss sollte jedes Team seiner Brücke einen Anwendungsbereich zuweisen. Hier war eine breite Bandbreite an Einsatzbereichen das Ergebnis. So hatten wir Brücken für Wildwechsel, Brücken der Begegnung und Verständigung bis hin zu Brückenschlagen im Denken.

Silke Wagner

Deutschunterricht mal anders

„Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit.“ Astrid Lindgren

Wer ein gutes Buch gelesen hat, möchte es gern weiterempfehlen. Deshalb stellten die Klassen 6/1 und 6/3 im Deutschunterricht ihre Lieblingsbücher vor. Dabei ging es nicht nur um Inhalt, Figuren und Autorinnen oder Autoren: Besonders spannend waren die kreativen Beiträge. Bücherboxen, Plakate, Präsentationen, mit Lego nachgebaute Szenen oder selbst gebastelte Requisiten machten den Klassenraum lebendig.

So wurde sichtbar, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit Literatur sein kann. Die Schülerinnen und Schüler zeigten, was sie an ihren Büchern begeistert, öffneten Türen zu ganz unterschiedlichen Welten und weckten zugleich die Lust am Lesen. Dabei war der Austausch nicht nur für die Klasse bereichernd.

Auch als Lehrkraft lässt man sich von den Vorstellungen inspirieren und freut sich besonders darüber, dass manche Bücher auch nach 15 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben und noch immer mit Begeisterung empfohlen werden. Dass auch Grammatik Raum für Kreativität bietet, zeigte die Klasse 5 anhand des Buches „Die Wörterfabrik“. Dabei reisten die Schülerinnen und Schüler in eine Welt, in der Wörter gekauft werden müssen. Daraus entstanden eigene Wortarten-Läden, in denen Nomen, Verben, Adjektive und andere Wortarten gesammelt, sortiert und fantasievoll präsentiert wurden. Es zeigte sich: Wörter sind wertvoll und Deutschunterricht kann richtig lebendig sein.

Laura Fiedler

Franz Kafka – der Schriftsteller mit dem kleinsten Wortschatz

Eines Morgens als Käfer aufzuwachen – diese Vorstellung fand ich schon immer recht erheiternd. Jenes Gefühl wurde mir von höchster Stelle bestätigt, als ich am 05.11.25 gemeinsam mit 250 Zuhörerinnen und Zuhörern, überwiegend aus den Klassenstufen 11 und 12, dem Kafka-Biografen, Herrn Dr. Rainer Stach in der voll besetzten Aula des DWAG begegnete.

Begleitet von Herrn Dr. Christoph Grube vom Fachbereich Germanistik der TU Chemnitz, Regisseur und Schauspieler, räumte Herr Dr. Stach mit dem Klischee auf, Kafkas Texte seien überwiegend düster. Tatsächlich sei Komik vom ersten Tag an für Kafka ein zentrales Thema gewesen. Warum auch nicht, Mitmenschen erinnerten sich an einen überwiegend positiven Franz Kafka: charmant, intelligent, illusionslos im Denken – mitunter verzweifelt, gehemmt und defensiv – aber komisch. Resultierend daraus entstanden merkwürdige (des Merkens würdige) Liebes-und Tiergeschichten, eine Auswahl deren uns unsere beiden Gäste vorstellten: Herr Dr. Grube las mit sonorer Bühnenstimme, der sich keiner der Zuhörenden entziehen konnte, Herr Dr. Stach äußerte seine Gedanken dazu.

Gelesen und besprochen wurden Werke, wie „Der Nachbar“ oder „Blumenfeld, ein älterer Junggeselle“. Deutlich wurde, dass sich Alptraum und Komik nicht ausschließen, wenn „eine einzige, sich verformende Sache“ (Stach) in den normalen Alltag einbricht zum Beispiel die Verwandlung eines Familienmitglieds in einen Käfer. Auf diese Weise betrachtet werden die Geschichten sogar für Schülerinnen und Schüler greifbar.

Oftmals wird Kafka als der Schriftsteller mit dem kleinsten Wortschatz bezeichnet. Ist er deshalb auf Social Media so beliebt? Dr. Stach macht deutlich, dass der Popstar Kafka mit Millionen von Likes eher nicht dem Schriftsteller und seinem Werk entspäche, einem Werk, dessen ungeheure Tragweite häufig unterschätzt werde.

Was davon sollten wir im Unterricht lesen? – der Experte meint: keinesfalls „Die Strafkolonie“ und empfiehlt stattdessen „Ein Bericht für eine Akademie“ und die Briefe an Milena Jesenská, Texte, die zeigen, wie Kafka wirklich war – kompliziert und glücksfähig – wie unsere Schülerinnen und Schüler. Danke an Herrn Dr. Stach, an Herrn Dr. Grube und an Frau Heike Henniger für die Organisation und Moderation.

Romy Haubensak

Maximale Perspektive – Jugend forscht am DWAG

Im September fiel erneut der Startschuss für „Jugend forscht“ unter dem Motto „Maximale Perspektive“.

Was mit einer Anmeldung beginnt, entwickelt sich schnell zu monatelanger Arbeit: Prototyp bauen, Daten auswerten, schreiben, präsentieren. Riccardo (Klasse 11) wagte dabei den Blick in die Ferne: Sein Projekt „Interstellares Reisen – der Antrieb der Zukunft?“ beschäftigte sich mit der Frage, wie Menschen eines Tages andere Sternensysteme erreichen könnten. Besonders untersuchte er das Konzept des Lichtsegels, das durch den Impuls von Lichtteilchen angetrieben wird, ganz ähnlich wie Wind ein Segel antreibt. Felix (Klasse 9) Blick hingegen war bis vor die eigene Haustür gerichtet. Er entwickelte auf Basis eines Mikrocontrollers (Arduinos) ein Alarmsystem, das bei Auslösung Fotos aufnimmt und Benachrichtigungen per E-Mail und Telefon verschickt. An zwei Tagen haben Beide im Solaris-Turm viele Gespräche mit neugierigen Fragen von Jury-Mitgliedern, Besucherinnen und Besuchern sowie anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geführt bis kurz vor der Preisverleihung.

Zwei Projekte, zwei Preise und vor allem: zwei intensive Erfahrungen, die bleiben sowie überzeugende Referenzen für den Lebenslauf. Das hat sich wirklich gelohnt. Nachahmen erwünscht!

Ricccardo: Am Ende wurde mein Projekt mit dem 3. Platz ausgezeichnet, verbunden mit einem Preisgeld von 50€. Über dieses Ergebnis war ich sehr erfreut, weil viel Vorbereitung in das Projekt geflossen ist. Dabei habe ich meine Komplexe Leistung aus der 10. Klasse als Grundlage verwendet und diese etwas angepasst, sowie eine Präsentation vorbereitet. Für mich persönlich war die Teilnahme eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich habe nicht nur fachlich viel dazugelernt, sondern auch gelernt, mein Projekt vor anderen zu präsentieren und zu verteidigen. Außerdem war es inspirierend zu sehen, wie viele kreative und innovative Ideen es gibt. Die Zeit, die ich investiert habe, stand in einem sehr guten Verhältnis zu den Erfahrungen und Ergebnissen, die ich daraus gewinnen konnte. Ich kann jedem, der Interesse an Naturwissenschaften oder eigenen Projekten hat, nur empfehlen, ebenfalls bei „Jugend forscht“ mitzumachen.

Felix: Für mich war „Jugend forscht“ eine sehr spannende Erfahrung. Ich habe mein Projekt vor nun ca. 1,5 Jahren angefangen und habe es dieses Jahr geschafft, es bei „Jugend forscht“ vorzustellen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es gab auch einen kleinen Preis. Insgesamt kann ich es nur empfehlen, bei „Jugend forscht“ mitzumachen.

Dr. Norman Häuberer

Eine ganze Woche Mathe

So kann man die jährlich stattfindende Freiberger Frühjahrsakademie beschreiben. Für Fans der Mathematik organisiert die TU Bergakademie Freiberg diese besondere Veranstaltung seit 1993. Auch in diesem Jahr trafen sich vom 23.02. bis 27.02. wieder ca. 30 junge Mathematikinteressierte (interessierte Schülerinnen und Schüler der 10. – 13. Klasse) aus dem gesamten Bundesgebiet, um ihre Faszination an der Mathematik zu teilen und ihr Wissen zu erweitern. Bereits im Vorfeld der Akademie war für alle Interessenten an der Frühjahrsakademie eine von drei komplizierteren Aufgaben lösen, um sich einen Platz zu erobern. Für alle diesjährigen Teilnehmer sollte das trotzdem kein Hindernis darstellen.

Inhaltlich lag der Fokus in diesem Jahr auf der Kombinatorischen Spieltheorie sowie neuronalen Netzwerken und KI. Bei kombinatorischen Spieltheorien ging es dabei nicht um höhere Gewinnaussichten beim Mensch ärgere Dich nicht oder beim Schach, sondern … Neuronale Netzwerke sind … und die Möglichkeiten und Grenzen der KI werden aktuell ja ziemlich überall diskutiert. Interessant sich damit mal näher zu beschäftigen.

Darüber hinaus fanden auch Veranstaltungen zu Komplexen Zahlen und Fibonacci statt. Dabei ist Fibonacci die unendliche Folge natürlicher Zahlen, welche mit zweimal der Zahl 1 beginnt und bei der jede weitere Zahl die Summe der beiden ihr vorangehenden Zahlen ist. Das Programm bestand aus Vorträgen, Diskussionen sowie praktischen Test- und Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch den Besuch im hochschuleigenen Virtual-Reality- Projektionsraum CAVE. Dabei wurden alle Themen sehr verständlich erklärt und jederzeit war Raum für Fragen. Trotz aller Theorie in den Vorlesungen kamen auch der Spaß und die Gemeinschaft nicht zu kurz. Es gab viele Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen oder gemeinsam zu spielen, aber auch das Gelernte zu üben und am Abend auszuprobieren. Ein Besuch des Besucherbergwerks Reiche Zeche sowie der Terra Mineralia und des Freiberger Doms vervollkommnete das Programm. Besonders hervorzuheben war die angenehme Begleitathmosphäre, so gab es am ersten Abend einen gemeinsamen Spieleabend mit Vertretern der Fachschaft Mathematik, ein sehr angenehmer und unterhaltsamer Abend, als Auftakt für die Woche.

Auch wenn die TU Bergakademie Freiberg gern den einen oder anderen Teilnehmer als Studierenden der Mathematik begrüßen würde, stand die Mathematik als „Wissenschaft“ im Mittelpunkt. Der direkte Kontakt mit Dozenten und Studierenden war für mich sehr bereichernd. Noch viel mehr freute es mich, so viele andere junge Menschen zu treffen, welche sich für Mathematik interessieren und sich wie ich gern eine Woche lang mit ihr beschäftigen. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für die Möglichkeit, die Mathematik auch mal außerhalb der Schule erleben zu dürfen.

Jonatan Pönitz, 10/5

Ein Weihnachtsprojekt im Technik- und Computerunterricht

In der Vorweihnachtszeit gab es am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium ein besonderes Projekt im Technik- und Computerunterricht. Dazu war die Hilfe der Schulleitung notwendig, denn im regulären Unterricht fehlte die Zeit für ein zusätzliches Projekt. Meine Bitte war: Wenn einmal eine Vertretung in den 5. Klassen rund um die Weihnachtszeit notwendig ist, würde ich gerne jeweils einmal in jeder Klasse einspringen. Und so ließ sich unser Weihnachtsprojekt wunderbar mit kreativer Gestaltung und alten Handwerkstechniken verbinden – genauer gesagt: dem Besticken von Weihnachtskarten. Mit viel Begeisterung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Garn, Wolle und Perlen, um individuelle Motive auf Karten zu sticken. Für viele Kinder war es tatsächlich das erste Mal, dass sie mit Nadel und Faden gearbeitet haben – umso schöner war es zu beobachten, wie schnell sie Freude an dieser Form der Handarbeit fanden. Verschiedene Foto-Anleitungen mit Vorlagen halfen dabei, Schritt für Schritt eigene Ideen umzusetzen. Ein besonders schöner Aspekt war die gute Zusammenarbeit: Die Schüler und Schülerinnen halfen sich gegenseitig mit Materialien aus, teilten Washi- Tape, Glitzersterne, Sticker und alles, was ihnen sonst noch zur Verfügung stand, gaben sich Tipps bei den Motiven, kämpften gemeinsam mit dem Einfädeln des Garns in das Nadelöhr und sangen Weihnachtslieder. So entstand eine fröhlich-weihnachtliche Arbeitsatmosphäre, die den sozialen Zusammenhalt in den Klassen stärkte. Neben klassischen Motiven wie Weihnachtsbaum oder Christbaumkugel fanden auch humorvolle Designs ihren Platz – besonders beliebt waren Minions und Katzen. Am Ende der Stunde hielten alle eine fertige, selbst gestaltete Weihnachtskarte in den Händen, ein kleines Kunstwerk und zugleich ein liebevolles Geschenk für Eltern, Großeltern oder andere Verwandte. Mit dem kleinen Weihnachtsprojekt lernten die Schüler und Schülerinnen, alte Handwerkstechniken neu zu entdecken und dabei mit Kreativität, Geduld und gegenseitiger Unterstützung etwas ganz Persönliches zu schaffen.

Claudia Feger

Von hupenden, leuchtenden und fahrenden Vasen

Holzbearbeitung trifft Projektmanagement – von der Idee zur eigenen Kreation

Was haben Holzklötzchen, ein Milchkarton und Projektmanagement miteinander zu tun? Im diesjährigen Technik- und Computerunterricht der fünften Klassen haben unsere Schülerinnen und Schüler genau das erlebt – nicht als trockene Theorie, sondern als lebendigen Lernprozess in Gruppen.

Alles begann mit der Theorie, einer technischen Zeichnung und der Frage: Wie arbeiten wir in einem Projekt zusammen? Im Laufe des Schuljahres lernten die Schülerinnen und Schüler, wie Teamwork, Planung und Kreativität ineinandergreifen.

Zunächst musste das Wissen aus der 3. und 4. Klasse aufgefrischt und erweitert werden. Wie funktionierte noch einmal die Umrechnung von Zentimetern in Millimeter? Wie zeichnete man ein Rechteck? Was ist überhaupt ein Maßpfeil und eine Maßhilfslinie? Doch schnell merkten die Schüler und Schülerinnen: Das Grundschulwissen ist auch im Gymnasium unerlässlich, Mathematik „steckt" nicht nur im Fachunterricht, sondern auch in T/C, und so kam viel neues Wissen hinzu. Nach der theoretischen Phase folgte der große Praxisanteil: Eigentlich klang alles ganz einfach. Mit einer Anleitung inklusive Fotos sollte eine Vase zusammengebaut werden. Easy? Nicht ganz! Manchmal klebten die Holzklötzchen schief, das Laubsägeblatt sprang heraus, das Anlegen des Anschlagwinkels funktionierte nicht so, wie es sollte, und gefühlt brauchte man mitunter drei Hände. Plötzlich war Teamwork gefragt: Absprachen mussten getroffen, gegenseitige Hilfe geleistet und gemeinsame Problemlösungen gefunden werden. Fehler wurden analysiert und neue Wege entdeckt. Genau hier begann das echte Projektmanagement für Kinder: sich absprechen, kreative Lösungen finden, in der Gruppe lachen und oft feststellen: „Huch, so schwer war das doch gar nicht!"

„Eine Vase aus Holz? Die wird aber nicht wasserdicht!", sagten viele der Fünftklässler beim Projektstart. Hier lag die Lösung im Upcycling und in der Nachhaltigkeit, ganz im Sinne der Klimaschule. Statt auf giftige Materialien zurückzugreifen, setzten wir auf eine kreative Idee – den Milchkarton als Verbundstoff. Dabei wurden über 150 Milchkartons verarbeitet, und es entstanden weitere Ideen für deren Wiederverwendung. So zogen in die Werkstatt eine größere Anzahl an lustig gestalteten Blumentöpfen ein. Schnell wurde klar: Jeder kann zum Klimaschutz beitragen, denn das eigene Handeln zählt.

Doch damit nicht genug. Nach der handwerklichen Phase und der individuellen Projektbesprechung kam die Kreativität: Die Schülerinnen und Schüler durften ihre Vasen interessengeleitet selbst gestalten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Unter dem Motto „Art meets Science" blickten wir über Fächergrenzen hinaus. Was dabei entstand, war vielfältig und wunderbar: bunt gestaltete Vasen mit Origamiblumen, eine Vielzahl an MINT-Projekten wie hupende oder fahrende Vasen. Beleuchtete, umhäkelte und beklebte Vasen erfüllten die Werkstatt mit bunten Farben und ließen uns schnell die Schleifstaubwolken vergessen. Garn, Bügelperlen, Ton, Fimo, Glitzer, Acrylfarben oder sogar Elemente aus dem Diamond Painting kamen zum Einsatz. Manchmal wurde die Vase zum Kunstobjekt und in Dioramen aus Lego oder Playmobil integriert. Aus einigen Vasen wurden Blumentöpfe, darunter auch solche mit integrierten digitalen Feuchtigkeitsmessern. Vasen in Tierformen, mit dem Logo der Lieblingssportmannschaft oder Lego-Mindstorm-Projekte entstanden.

Im Anschluss recherchierten die Schüler und Schülerinnen in Forschungsgruppen zu den Themen Verbundstoffe, Fertigungsprozesse, Umwelt und Klimaschutz und präsentierten ihre Ergebnisse einander. Sie lernten voneinander, stellten Fragen und erkannten, dass Wissen in der Gruppe wächst.

Dieses Projekt folgt dem Gedanken des erfahrungsbasierten Lernens der Freinet-Pädagogik: Kinder lernen am besten, wenn sie selbst tätig werden, ihre eigenen Fragen stellen und ihre Ideen verwirklichen dürfen. Nicht der Lehrer bestimmt, wie die Vase nach dem Rohbau aussehen soll – die Schüler und Schülerinnen entscheiden selbstständig. Nicht eine Anleitung bestimmt das Ergebnis, sondern die Idee formt das Produkt. Jede Vase ist ein Unikat.

Dieses T/C-Projekt zeigt: Lernen und gemeinsame Lernprozesse entstehen dort, wo Handwerk auf Kreativität trifft, wo Kinder gemeinsam planen und entscheiden, wo Fehler reflektiert und zu Erkenntnissen werden. Jede einzelne Vase erzählt eine Geschichte über Teamwork, Problemlösung und den Mut zur eigenen Idee. Das ist Projektmanagement für Kinder.

Claudia Feger

Ein Tag mit Gesang

2. Kinderchorfest des Musikbundes Chemnitz e.V.

Bereits zum zweiten Mal nahm der Chor unseres Gymnasiums am Kinderchorfest des Musikbundes Chemnitz e.V. teil, um gemeinsam mit Chören anderer Schulen zu singen, zu proben und ein Konzert zu gestalten. In diesem Jahr waren das der Chor des Gymnasiums Einsiedel und der Chor der Carl-von-Carlowitz-Grundschule Rabenstein. Mit einem Einsingen begann die Arbeit an den Liedern. Jeder Chor hatte Titel ausgesucht, die dann mit den anderen Ensembles geprobt wurden. Immer wieder eine neue Herausforderung: Neues Lied – andere Chorleiterin – neuer Chornachbar. Nach zwei Stunden des Probens konnten wir das von den Chören des Musikbundes organisierte reichhaltige Mittagsbuffet (inklusive Hot Dog und Pommes) geniesen. Frisch gestärkt ging es nun an die letzten Proben. Jeder Chor sang nochmals seine eigenen Konzerttitel durch, auch die gemeinsamen Lieder erhielten ihren letzten Schliff. Nach einer Kuchenpause ging es bei strahlendem Sonnenschein zur Stellprobe in die Städtische Musikschule. Mit Aufregung sahen wir dem Konzert entgegen, hatten wir doch einige der Lieder zum ersten Mal überhaupt geprobt. Alle Sängerinnen und Sänger freuten sich am Ende des Konzertes uber den langen Beifall und die Rufe nach einer Zugabe. Gesang verbindet – ein gelungener Tag mit Gesang.

B. Eichelkraut

Von Franz Schubert bis Elton John

1. Preis bei Regional- und Landeswettbewerb Jugend Musiziert

Hallo, ich bin Richard Rehm aus der Klasse 5/4. Seit zwei Jahren gehe ich einmal pro Woche zum Gesangsunterricht. Meine Lehrerin fragte mich, ob ich Lust hatte am deutschlandweiten Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Solo-Gesang teilzunehmen. Im Wettbewerb gibt es mehrere Runden. In meiner Altersgruppe gab es den Regionalwettbewerb in Chemnitz und den Landeswettbewerb in Zwickau.

Am 1. Februar und am 13. März habe ich an beiden erfolgreich teilgenommen und jeweils einen ersten Preis bekommen. Bei beiden Wettbewerben habe ich das gleiche Kurzprogramm – bestehend aus vier Stücken – gesungen, wobei davon ein Lied a cappella und die übrigen drei mit Klavierbegleitung waren. Das Programm umfasst verschiedene Stile, von Kunstlied bis Musical, von Franz Schubert bis Elton John.

Richard Rehm, 5/4

Klangreisen mit der Fachschaft Musik

Ein Konzertjahr voller Höhepunkte

Das vergangene Schuljahr bot den Schülerinnen und Schülern unseres Gymnasiums neben den eigenen musikalischen Auftritten beim Herbstfest auf dem Schulhof, dem Adventskonzert in der Kreuzkirche und André-Treffen auch besonders viele intensive Klangerlebnisse in der Welt der professionellen Musik.

Die Klasse 6/1 besuchte das Schülerkonzert „Fließende Töne“, in dem der liebenswerte Außerirdische „Rob“ die Kinder an Smetanas „Moldau“ heranführte.

Eines der besten Orchester der Welt konnten wir im Herbst im Konzert erleben: Das Budapest Symphonic Orchestra unter der Leitung von Ivan Fischer gastierte am 17.11.2025 in Chemnitz und wir waren mit dabei, als dort unter anderem Mendelssohns Violinkonzert, gespielt vom französischen Violinvirtuosen Renaud Capuçon erklang.

Auch das Musiktheater kam nicht zu kurz: Schülerinnen und Schüler der Grundkurse 11 und 12 besuchten im Winter die Chemnitzer Inszenierung von Mozarts Oper „Don Giovanni.“ Besondere Glanzlichter setzten außerdem die Besuche zweier Sinfoniekonzerte, die jeweils durch besondere Konzerteinführungen in unserer Aula vorbereitet wurden. Der Konzertmeister der Robert-Schumann-Philharmonie, Hartmut Schill, nahm am 2. Februar das Publikum mit auf eine entdeckungsreiche Reise in den Klang des Nordens. Mit der norwegischen Hardangerfidel (Bild rechts) – jenem geheimnisvoll schimmernden Verwandten der Violine mit Resonanzsaiten – ließ er Musik förmlich leuchten. Die instrumentenkundliche Annäherung wurde zum sinnlichen Erlebnis, das sich im Besuch des Sinfoniekonzerts „Nordlichter“ am 5. Februar fortsetzte: Dort war Hartmut Schill nicht nur Konzertmeister, sondern zugleich Solist an der Hardangerfidel und verband nordische Farbigkeit mit außergewöhnlicher Virtuosität.

Ein zweites Kapitel musikalischer Begegnung galt einem der bewegendsten Werke des Repertoires: dem Cellokonzert von Antonín Dvořák. In einer lebendigen Einführung stellten Generalmusikdirektor Benjamin Reiners und Jakub Tylman, Solocellist der Robert-Schumann-Philharmonie, am 27. Mai das Werk in seiner ganzen Spannweite vor – von der sehnsüchtigen Melodik bis zur dramatischen Architektur. Wer genau hinhörte, entdeckte, wie Themen wiederkehren, sich verwandeln und schließlich zu jener tiefen Innigkeit finden, die Dvořáks späte Schaffensphase prägt. Der gedankliche Prolog mündete ins Konzerterlebnis: Im letzten Sinfoniekonzert der Saison, „Himmlische Klänge“, am 11. Juni, konnten interessierte Schülerinnen und Schüler das Dargebotene live nacherleben – mit wachen Ohren, geschärft durch das Wissen um Struktur, Klangfarben und künstlerische Entscheidungen.

An dieser Stelle sei den Theatern Chemnitz ein besonderer Dank ausgesprochen, durch deren jahrelange intensive Zusammenarbeit mit unserem Gymnasium den Schülerinnen und Schülern immer wieder Klangerlebnise der Extraklasse und ganz nahbare Begegnungen mit Kulturschaffenden aus aller Welt ermöglicht werden.

Christiane Friedrich

Das Skiabenteuer unseres Lebens

Skilager 2026

Es war Sonntag, der 11. Januar. Alle standen voller Vorfreude am Bus und konnten es kaum erwarten, dass die Fahrt endlich losging. Während sich einige noch von ihren Eltern verabschiedeten, betraten andere schon unbesorgt den Bus und versuchten, die besten Plätze zu ergattern. Der Bus war abfahrbereit und die lange Fahrt nach Hinterschmieding ins Winterwunderland ging los … Coole Musik begleitete uns zu unserem Ziel, mit Zwischenstopps bei McDonald’s und einem Skigeschäft für die Skiausleihe. Nach der großen Auspackaktion in unserer Unterkunft, der Pension Krückl, richteten alle ihre Zimmer ein und versuchten, ihre Klamotten irgendwie in den kleinen Schrank zu pressen. Nachdem wir alle hungrig und erschöpft vom langen Tag zum Abendessen gingen, stopften wir uns den Magen voll, bis wir daraufhin für eine Belehrung ins Gewölbe gerufen wurden. Dort stellten sich die Lehrer noch einmal vor und gaben uns den Plan für die kommenden Tage bekannt.

Die nächsten Tage – also die Skitage – liefen eigentlich alle relativ gleich ab. Morgens wurden wir von witzigen Liedern geweckt, die uns zwangen, aufzustehen. Entweder mussten wir die Musik stoppen oder machten bei dem ganzen Spaß selbst mit und holten dabei auch andere aus ihren Betten. Danach wurden alle zum Frühstück gerufen und anschließend mit dem Bus ins Skigebiet gefahren. Dort angekommen, begannen wir mit einer Erwärmung. Während die drei fortgeschrittenen Gruppen mit ihrer ersten gemeinsamen Abfahrt begannen, lernten die Anfängergruppen erstmal die Grundlagen. Nach stundenlangen Skiabenteuern gab es Mittagessen in einer Sportalm, gefolgt von weiteren Stunden auf der Piste. Am späten Nachmittag kamen wir wieder bei der Pension an. Manche gingen noch in den naheliegenden Edeka, andere chillten nur noch in ihren Zimmern, bis sie zum Abendessen und Spieleabend gerufen wurden.

Am Dienstag gab es nach dem Skitag ein Abendprogramm, welches man selbst wählen durfte – Schwimmbad, Eislaufen oder Ausruhen war angesagt. Egal, was man gemacht hat, alles war mit Spaß verbunden.

Mittwoch gab es ein besonderes Highlight: Wir durften endlich allein, also ohne Lehrer, in gemischten Gruppen mit unseren Freunden – egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene – den Berg runterdüsen. Auch dieser wundervolle und außerdem lustige Skitag wurde wieder mit einem Spieleabend abgerundet.

Nach drei Tagen normalem Skifahren war er gekommen: Donnerstag – der Wettbewerbstag. Viele hatten aufgeregt darauf hingefiebert und sich gefreut, endlich ihre neuen Künste zu zeigen. Natürlich wurden Anfänger und Fortgeschrittene sowie Jungen und Mädchen getrennt. Nach dem Wettbewerb und nochmals freier Fahrzeit besuchte uns der Skigott Uller zur Taufe der „Pistenwunder“. Nach dem Abendessen kam dann auch endlich der langersehnte Abschiedsabend mit Disco, Tanz und schönen gesammelten Erinnerungen. Nach dem langen Abschlussabend hieß es am Freitag Abschied nehmen, um wieder nach Chemnitz zu fahren.

Eine Klassenfahrt, die uns immer in Erinnerung bleiben wird. Danke an alle, die uns diese Reise ermöglicht haben.

Sarah Wappler, 7/5

Ein sportliches und ereignisreiches Schuljahr 25/26

Auch im vergangenen Schuljahr zeigte sich das Dr.- Wilhelm-André-Gymnasium wieder von seiner sportlichen Seite. Die zahlreichen Aktivitäten und Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler spiegeln nicht nur Teamgeist und Engagement wider, sondern auch die große Freude an Bewegung und Wettbewerb.

Die Fußballteams starteten in jeder Altersklasse (WKIV – WKII) und konnten sowohl draußen auf Klein- und Großfeld Erfolge verbuchen als auch in der Halle einige Podiumsplätze abräumen. Mit dem Team WKIV Jungen hat man es sogar in das Landesfinale geschafft. Der Ausgang ist zum Zeitpunkt der Beitragserstellung noch offen, die Zielstellung lautet aber Bundesfinale im DFB-Zentrum in Frankfurt am Main.

Gleichsam ambitioniert war unser Mädchenfußballteam, das mit Platz zwei im Regionalfinale ganz knapp an der Qualifikation für das Landesfinale gescheitert ist. Zwar kein Jugend-trainiert-für-Olympia-Turnier aber ebenfalls ein tolles Event durften unsere Zwölftklässler besuchen. Beim FairPlay-Cup unserer Kooperationsschule in Nürnberg reiste man einen Tag eher an und erreichte trotz kurzer Nacht einen guten 7. Platz von 24 Mannschaften.

Ähnlich umfangreich und mindestens genauso erfolgreich waren unsere diesjährigen Volleyballwettkämpfe. Hierbei gilt ein besonderer Dank Daniel Richter, welcher als Papa eines Kindes unserer Schule nicht nur die Volleyball-AG mit Frau Frommhold zusammen leitet, sondern auch bei den Wettkämpfen aushalf. Demnächst finden noch die Beachvolleyballwettkämpfe statt, bei denen wir erfahrungsgemäß auch wieder weit vorne landen dürften.

Weit vorne landeten auch Liam Jähnisch (2. Platz), Tristan Seltner (3. Platz) und Marla Spillner (8. Platz) beim Schulcross-Action-Hindernislauf in der Leichtathletikhalle im Sportforum. Eine tolle Leistung, schließlich war der Wettkampf an einem Sonntagmorgen.

Stark waren auch unsere Handballer, die mit Abstand die jüngsten bei ihrem Regionalfinale waren, aber trotzdem Paroli bieten konnten. Weiter so! Zukunft haben ebenfalls die Tischtennisspieler*innen. Dieses Jahr noch etwas Lehrgeld beim Landesfinale bezahlt, wird in den kommenden Jahren, angesichts der Auslastung der PingPong-AG, richtig angegriffen.

Der Hype um die Sportart Basketball ist nach wie vor ungebrochen. Auch hier gab es zahlreiche Wettkämpfe. Während die Kleinsten sich im 3x3 mit anderen Schulen duelliert haben, versuchte die Auswahlmannschaft von Klasse sieben bis zehn sich im Großfeld. Neben diesen Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettkämpfen gab es dieses Jahr auch wieder die Eins-Energie-Highschoolliga. Hier konnten wir sogar zwei Mannschaften stellen und blicken optimistisch auf die Finalrunde. Weiterhin ausstehend sind die Zweifelder- und Dodgeballturniere. Die dort geknipsten Bilder gibt es dann im nächsten Jahrbuch.

Also vielen Dank an alle Sportler*innen für deren Einsatz und an die Eltern, welche etliche Bringdienste übernommen, vergessene Sportsachen nachgeliefert und tatkräftig angefeuert haben. Ohne sie und die beteiligten Lehrkräfte wäre das alles nicht möglich gewesen.

Lucas Schirrmeister

Feierliche Verabschiedung unseres langjährigen Schulleiters

Sehr geehrter Herr Gersdorf,

ein Abschied ist immer ein besonderer Moment – und im Fall eines Schulleiters auch ein eher seltener. Denn Schulleiter gehen bekanntlich nicht einfach. Sie bleiben. Sehr lange.

Du hast die Schule über 34 Jahre erfolgreich geführt und heute ist es an der Zeit zurückzublicken. Ab 1984 warst du Lehrer in der Tereschkowa-Oberschule, ab 1990 gab es in der Schule Leistungsklassen. Dann mal kurz für zwei Jahre als stellvertretender Schulleiter tätig. Ab 1992 wurdest du Schulleiter am Schloßteich-Gymnasium, dann kam es zur Fusion mit dem Dr.-Wilhelm-André- Gymnasium. Seitdem bist du da. Jeden einzelnen der 12.418 Tage. Das ist eine sensationelle Leistung.

Lieber Herr Gersdorf, heute verabschieden wir dich – und damit die Konstante des André-Gymnasiums Chemnitz. Tausende Schülerinnen und Schüler sind gern in die Schule gegangen, haben ihr Abitur bestanden, aber ebenso Verwaltungsvorschriften und Minister, Stundenpläne, LAV wurden hunderte Male neu erfunden – aber du warst da. Verlässlich. Beständig. Der Ruhepol der Schule, der Arrangeur, der Macher, der Gestalter. Du warst immer fair, deine Türe stand immer offen, jeder konnte mit seinen Problemen zu dir kommen. Du hast Entscheidungen immer abgewogen, hast deine Fürsorgepflicht für Lehrer und Schüler immer wahrgenommen. Du warst beliebt, für dich sind Schüler und Eltern streiken gegangen. Bei dir hat jeder Schüler eine zweite Chance bekommen. Dein Credo: Jeder Abiturient schafft das Abitur.

Schulleitung bedeutet Organisation, Verantwortung und Entscheidungsfreude. Vor allem aber bedeutet es, täglich Dinge zu regeln, von denen niemand ahnt, dass sie geregelt werden müssen – und zwar am besten, ohne dass jemand merkt, wie kompliziert es eigentlich war. Dass an dieser Schule trotzdem meist alles lief, ist kein Zufall. Das war Dein Werk. In deiner Amtszeit hast du das André-Gymnasium nicht nur verwaltet, sondern gestaltet. Du hast neue Entwicklungen angestoßen, denken wir an Freiarbeit, Lions Quest, Profile, Streicherklassen, später die Digitalisierung, Schulentwicklung. Du hast als Krisenmanager gewirkt, als chinesische Erdbeeren unsere Schüler vergifteten: Das hast du mit Sachlichkeit, Geduld und einer beneidenswerten Gelassenheit begleitet.

Du hast dich nie verbogen, bist dir treu geblieben. Besonders geschätzt wurde deine Art der Führung. Du warst kein Schulleiter der großen Worte, sondern der Wertschätzung dem Kollegium gegenüber. Die Harmonie im Haus, die Kollegenzufriedenheit hast du als Schulleiter über alles gestellt. Dafür gebührt dir unser aller Dank.

Man kann sich im DWAG wohlfühlen. Du hast zugehört, vermittelt, abgewogen – und Entscheidungen getroffen. Manchmal nicht zur Freude aller, aber immer nachvollziehbar. Auch das ist eine Kunst. Das Kollegium durfte dich als verlässlichen Ansprechpartner erleben, als jemanden, der Vertrauen schenkt und Verantwortung zutraut. Auch als jemanden, der wusste, wann man Dinge laufen lassen sollte und wann es besser war, genauer hinzuschauen. Diese Balance ist selten und nicht selbstverständlich.

Du warst als Schulleiter immer gut gelaunt auf unseren André-Treffen, bei vielen Veranstaltungen, bei feierlichen Anlässen und in Momenten, in denen Schule mehr bedeutete als Unterricht. Sie haben gezeigt, dass Autorität nichts mit Lautstärke zu tun hat, sondern mit Haltung.

Lieber Herr Gersdorf, du hinterlässt ein gut bestelltes Haus. Die Strukturen stehen, unser Schulprofil ist klar, und das André-Gymnasium Chemnitz ist eine Schule, auf die man stolz sein kann. Nun beginnt für dich ein neuer Lebensabschnitt. Einer ohne Stundenpläne, ohne Elternmails und Kollegenanfragen. Wir hoffen, du kannst diese neue Freiheit mit deiner Familie, beim Golf, im Garten und beim Radeln genießen – und denke bitte beim Anblick eines Schulgebäudes ab und zu an uns zurück. Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft danken wir dir herzlich für deine Arbeit, dein Engagement und deine Geduld mit uns.

Tobias Reuther

Die perfekte Verabschiedung

Auch der Lehrerchor wollte sich natürlich gebührend von Herrn Gersdorf verabschieden. Auf der Suche nach einem passenden Ständchen stießen wir auf Max Raabe, der mit seinem Titel „Der perfekte Moment“ eine geeignete Vision für ein Schulleiter-Rentendasein entworfen hat. Ergänzt durch einen personalisierten Rap-Teil war es also gefunden – das perfekte Ständchen für eine perfekte musikalische Verabschiedung.

Der perfekte Moment
Musik: Max Raabe
Text: Max Raabe, Lehrerchor DWAG


Heut’ mach’ ich gar nichts, keinen Finger krumm
Ich bleib’ zu Haus’ und liege hier einfach nur so rum
Telefonieren wird nicht passieren
Das, was ich tu’: Kühlschrank auf und wieder zu

Mir geht’s gut, wo ich bin
Die Sonne scheint, Wolken zieh’n
Der perfekte Moment wird heut’ verpennt

Ich dreh’ mich nochmal um
Dann deck’ ich mich zu
Heut’ steh’ ich nicht auf
Ich wüsst’ auch nicht, wozu
Ich dreh’ mich nochmal um
Weil ich das gern tu’
Ich hab’ alles, was ich brauch’
Augen auf und wieder zu

Stecker raus, keine Daten
Die Welt bleibt draußen und muss warten
Was ich heut’ besorgen kann, fang’ ich nicht an
Darin liegt ein tiefer Sinn
Dass ich heut’ so träge bin
Es bleibt dabei: Ich mach’ heute frei!

Ja, ja, denn ich kann mir nun ’ne Auszeit gönn’n
und der Faulheit fröhn’n
Sicher ist die ganze Welt auch ohne André schön
Oh-oh, oh-oh, oh-oh, ich bleib ab heute weg

Nie mehr Lasub oder Dienstberatung
Ochse-Rindvieh-Ding ist gecheckt,
So als ob ich ’nen Fensterplatz hätt
und ich mein nicht, den zum Rauchen auf dem Fensterbrett

Sensationell, das Wetter ist perfekt
Egal, ob nun ein Nerd das SysC häckt
GTR und GTA sind jetzt für andre da, keine Mail die
mich erschreckt, keine Glocke die mich weckt.

Ich dreh’ mich nochmal um
Dann deck’ ich mich zu
Heut’ steh’ ich nicht auf
Ich wüsst’ auch nicht, wozu
Ich dreh’ mich nochmal um
Weil ich das gern tu’
Ich hab’ alles, was ich brauch’
Augen auf und wieder zu

Mach’ doch mal gar nichts, keinen Finger krumm
Bleib’ heut’ zu Haus’ und dreh’ dich
doch einfach noch mal um …

Abschiedssong für Hr. Gersdorf

Abschiedssong für Herrn Gersdorf anlässlich seiner Verabschiedung, vorgetragen von der AG SongWerkstatt und dem Grundkurs Musik Klasse 12.

Mamma Mia, Herr Gersdorf geht!!!
Musik: ABBA • Text: Daniela Wolke
(Melodie: Mamma Mia)

Als wir kamen hierher
Da war einer längst da.
Wir war’n 5er als er
In Empfang uns hier nahm.
„Nun seid auch ihr Andréaner und
lernt ab heut’ hier.
Seid willkommen!“ hat er gesagt.
Erinnert ihr euch an diesen Tag?

Und nun hören wir es an seiner Tür
Er darf gehen, und wir bleiben noch hier.
Oh, oh.

Mamma Mia, ist das wirklich wahr?
Wie, wie? Herr Gersdorf geht in Rente?
Mamma Mia, ’s war sein letztes Jahr,
oje, hier geht was zu Ende.
Er ist seit Jahr’n und Stunden
mit diesem Haus verbunden.
Nun ja, jeder darf auch einmal gehn.
Mamma Mia, doch er wird hier fehl’n.
Darum sagen wir: auf Wiedersehen!

(Melodie: Thank you for the music)
Danke für die Jahre,
Für Ihr Vertrauen.
Danke für Ihr Vorwärtsschauen.
Wenn’s mal schwierig wurde
war’n Sie für jeden doch da,
als André–Papa.

Auch bei Stochastik, Physik, Algebra
Und darum: vielen Dank, Herr Gersdorf,
für jedes schöne Jahr!

Glück und Gesundheit,
1000 Momente voller Glanz,
ganz wenig Stress und Zeit für all die Dinge,
die Ihnen wichtig sind, wünschen wir heut’!
Und sagen:
Danke für die Jahre,
für Ihr Vertrauen.
Danke für Ihr Vorwärtsschauen.
Wenn’s mal schwierig wurde
war’n Sie für jeden doch da,
als André–Papa.
Auch bei Stochastik, Physik, Algebra
Und darum: vielen Dank, Herr Gersdorf,
für jedes schöne Jahr!